Eindämmung der Asiatischen Tigermücke und Hornisse
03.09.2026
Invasive Arten können sich schnell ausbreiten und dabei Mensch, Natur und Landwirtschaft vor Herausforderungen stellen.
Auch in Therwil sind die Tigermücke und die Asiatische Hornisse inzwischen stark präsent. Beide Arten werden aufmerksam beobachtet und bekämpft. Dabei ist die Mithilfe der Bevölkerung von grosser Bedeutung: Wer verdächtige Insekten und Nester erkennt und meldet, kann wesentlich dazu beitragen, die weitere Ausbreitung einzudämmen.
Meldung von Tigermücken
Besonders stark auf dem Vormarsch ist die Asiatische Tigermücke. Dieses Jahr nahmen sowohl die befallene Fläche als auch die Anzahl der Mücken in Therwil stark zu. Aus der Bevölkerung gingen zahlreiche Meldungen ein, wonach die Belästigung durch Tigermücken den Aufenthalt im Freien stark beeinträchtigt hat. Meldungen von Tigermücken aus der Bevölkerung sind speziell in den bisher noch nicht befallenen Gebieten (siehe Karte) wertvoll. Mücken mit verdächtiger schwarzweisser Musterung können unter www.muecken-schweiz.ch gemeldet werden.
Kostenlose Abgabe von Larvizid
Die wichtigste Massnahme zur Eindämmung der Tigermücke ist die Vermeidung von künstlichen Wasseransammlungen, beispielsweise in Pflanzenuntersetzern, Giesskannen oder anderen Wasserbehältern im Garten.
Brutstätten, die sich nicht vermeiden lassen (z. B. Entwässerungsschächte), können mit einem biologischen Larvizid behandelt werden. Das Produkt ist unbedenklich für andere Insektenarten, Menschen und Umwelt. Das Larvizid wird von der Gemeinde kostenlos abgegeben. Es kann beim Werkhof zu den offiziellen Öffnungszeiten abgeholt werden: Montag bis Donnerstag, 11.30 bis 12.00 Uhr / Freitag 11.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr.
Mehrere Nester der Asiatischen Hornisse entfernt
Auch die Asiatische Hornisse breitet sich in der Region weiter aus. In Therwil wurden in diesem Jahr bereits mehrere Nester der invasiven Hornissenart entdeckt und entfernt. Dank zahlreicher Meldungen aus der Bevölkerung konnten die Nester bekämpft werden. Auch die diesjährigen heissen und trockenen Bedingungen haben die weitere Ausbreitung zumindest teilweise verlangsamt.
Trotzdem bleibt die Asiatische Hornisse eine ernsthafte Bedrohung für die lokale Biodiversität. Sie jagt unter anderem Honigbienen, Wildbienen und andere bestäubende Insekten und stellt damit auch für die Imkerei und Landwirtschaft eine Herausforderung dar.
Verdächtige Funde melden
Die Mithilfe der Bevölkerung ist deshalb besonders wichtig. Verdächtige Insekten oder Nester sollen möglichst fotografiert oder gefilmt und über die Schweizer Meldeplattform www.asiatischehornisse.ch gemeldet werden. So können Fachstellen die Beobachtungen prüfen und bei bestätigten Funden rasch die notwendigen Massnahmen einleiten.
Gemeinsam können wir dazu beitragen, die Ausbreitung dieser beiden invasiven Arten in Therwil einzudämmen.
