Erfolgreiche Kinder- und Jugendkonferenz in Therwil: Digitalisierung im Fokus
12.02.2026
Am Mittwoch, dem 4. Februar 2026, fand die erste Kinder- und Jugendkonferenz in Therwil zum Thema „Digitalisierung – beeinflussen lassen oder Einfluss nehmen?“ statt.
Nach einer erfolgreichen Durchführung in Binningen im Dezember 2025 tauchten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Akteure aus dem Bereich Kindheit, Jugend und Familie in die aktuellen Herausforderungen und Chancen der digitalen Welt ein. Die Veranstaltung wurde organisiert und unterstützt durch die Gemeinden Therwil, Binningen und Bottmingen und der Regio Leimental Plus.
Schon zu Beginn des Abends wurde deutlich, wie aktuell und relevant das Thema für die Teilnehmenden ist. Nach der Begrüssung durch den Therwiler Vizegemeindepräsidenten Philipp Brugger, lieferten die Fachexperten spannende teils überraschende Inputs zur Digitalisierung und ihren Auswirkungen auf Kinder, Jugendliche und Familien.
Allan Guggenbühl (Kinder- und Jugendpsychologe und Therapeut), Shandip Banerjee (Mediator, Berater, ADHS-Coach und Schulsozialarbeiter) und Severin Brunold (Geografie- und Informatiklehrer und PICTS- Berater) berichteten von der Rolle von Algorithmen und künstlicher Intelligenz, über den Menschen als Konsumenten bis hin zu den messbaren Veränderungen, die digitale Medien auf den menschlichen Körper und das Gehirn haben.
In den anschließenden Diskussionsrunden brachten die Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen und Fragen ein und analysierten mit den Experten, wie stark digitale Medien unser Denken und Handeln beeinflussen. Ein zentraler Punkt war die Notwendigkeit, Medienkompetenz sowohl bei Lehrpersonen und Fachpersonen als auch bei Kindern frühzeitig zu fördern.
Besonders betont wurde die Rolle der Eltern. „Vorbild sein und nicht nur verbieten“, lautete das Fazit. In einer digitalen Welt müssen Eltern eine offene, vertrauensvolle Beziehung zu ihren Kindern aufbauen und sie darin unterstützen, souverän mit digitalen Medien umzugehen.
„Es geht nicht darum, die digitale Welt zu meiden oder zu verteufeln“, so Allan Guggenbühl. „Es geht darum, aktiv Einfluss zu nehmen und sich nicht nur beeinflussen zu lassen.“ „Erst denken, dann KI!“, ergänzten Shandip Banerjee und Severin Brunold.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Förderung von Medienkompetenz und die aktive Rolle der Eltern entscheidend sind, um Kinder und Jugendliche sicher durch die digitale Zukunft zu begleiten. Die Bedeutung von Beziehungen, sei es im familiären Umfeld, in der Schule oder im Freizeitbereich, wurde mehrfach hervorgehoben. Nur durch eine vertrauensvolle Kommunikation und Unterstützung können Kinder und Jugendliche in einer zunehmend digitalisierten Welt sicher und selbstbewusst ihren Weg finden.