Aufwertung der ökologischen Vernetzungsachse Wilacker

04.12.2025

Ökologische Vernetzungsachsen sind Flächen, die verschiedene Lebensräume miteinander verbinden und durch die sich Lebewesen fortbewegen können.

Solche Achsen sind für die Artenvielfalt von grosser Bedeutung – besonders in dichten Siedlungsgebieten, in zerschnittenen Landschaften mit Strassen oder im intensiv bewirtschafteten Landwirtschaftsland. Vor allem kleinere Tierarten wie Igel, Mäuse oder zahlreiche Insekten profitieren stark von gut ausgeprägten Vernetzungsmöglichkeiten am Siedlungsrand.
In Therwil verlaufen die bereits ausgeprägten und potenziellen Vernetzungsachsen hauptsächlich entlang der Fliessgewässer sowie am Siedlungsrand. Eine Übersicht finden Sie im Geoportal (bitte den Filter «Vernetzungsachsen» aktivieren):

https://www.geoportal.ch/therwil/map/1623?y=2608620.60&x=1260981.90&scale=10000&rotation=0

Die Nord-Süd-Verbindungen entlang des Marchbachs und des Unteren Mühlebachs sind gut ausgeprägt. Hingegen sind die Ost-West-Verbindungen eingeschränkt.
Besonders wichtig ist die Vernetzungsachse am nordöstlichen Siedlungsrand beim Wilacker, da sie eine direkte Verbindung zwischen dem Waldgebiet der Bruderholz-Höhe und den Leimentaler Fliessgewässern schafft.

Aufwertungen am Grenzweg Oberwil

Die Förderung der Biodiversität ist Teil der Aufgaben der Gemeinde. Genau hier setzt das neue Aufwertungsprojekt bei der potenziellen Vernetzungsachse am Siedlungsrand beim Wilacker, entlang des Grenzwegs zu Oberwil, an. In den vergangenen Monaten entstand hier ein vielfältiger Lebensraum mit zahlreichen Kleinstrukturen und standortgerechten Pflanzungen. Ziel des Projekts war es, möglichst viele unterschiedliche Elemente zu vereinen, um verschiedenen Arten Habitat, Schutz und Rückzugsmöglichkeiten im Winter zu bieten.

Folgende Strukturen wurden dabei umgesetzt: Häcksel- und Asthaufen, Laubtöpfe, eine Ruderalfläche, zwei Wildblumenwiesen, ein Graben mit Hochstauden für wasserliebende Arten in der Bachnähe, viele Sträucher und eine neue Hecke. «Es freut mich sehr, dass die Bemühungen nun Früchte tragen und die privaten Grundeigentümer dem Projekt zugestimmt haben», sagt Projektleiterin Susanne Omari.

«Die Verbesserungen am Wilacker sind ein wichtiger Beitrag dazu, dass in Therwil wertvolle Lebensräume erhalten und miteinander verbunden bleiben. Damit setzen wir als Gemeinde ein klares Zeichen für den Schutz der Artenvielfalt und eine verantwortungsvolle Entwicklung unseres Lebensraums.», betont der ressortverantwortliche Gemeinderat Roland Imboden.

Mit diesem vielfältigen Aufwertungsprojekt setzt Therwil ein starkes Zeichen für gelebten Naturschutz und eine strukturreiche Landschaft.

Hier wird im Verlauf des nächsten Jahres eine Wildblumenwiese entstehen
Dieser feuchte Graben mit Hochstaudenflur in Bachnähe wird wasserliebenden Arten Lebensraum bieten
Pionierstandort, welcher sich über die Zeit dynamisch entwickelt, stellt ein Habitat für Lebewesen dar, die an nährstoffarme und wechselhafte Bedingungen angepasst sind. Im Hintergrund sieht man die Laubtöpfe

Cookie-Hinweis

Hinweis zur Verwendung von Cookies. Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unseren Datenschutzinformationen

Notwendige Cookies werden immer geladen