Umwelttipp: Advent, Advent, die Kerze brennt

10.12.2020

Nichts symbolisiert so sehr Romantik und Festlichkeit wie der warme Kerzenschein. Kein Wunder, schmücken Kerzen besonders in dieser Zeit Esstisch, Fensterbrett und Weihnachtsbaum. Kerzen sind ein Kulturgut; ihre heutige Form geht bis auf die Römer zurück, die ab dem 2. Jahrhundert begannen, gerollten Papyrus in flüssigen Talg oder Bienenwachs zu tauchen.

Heute sind Kerzen Massenware – und für die Umwelt keine Wohltat: Sie bestehen in den meisten Fällen aus Paraffin, das in aufwendiger Prozedur als Nebenprodukt von Erdöl gewonnen wird. Ihre Produktion ist deshalb mit sehr hohem CO2-Ausstoss verbunden. Wieder so ein kleiner Klimakiller – und das zur Adventszeit!

Zum Glück gibt es ökologische Alternativen. Dazu gehören zum Beispiel Kerzen aus Bienenwachs. Sie sind teurer als herkömmliche Kerzen, dafür sind sie ein natürliches Produkt ohne Zusatzstoffe. Im besten Fall stammen sie von einer lokalen Imkerei, die ohne Paraffin auskommt und somit umweltfreundliches Kerzenmaterial herstellt. Darunter fällt neben dem Bienenwachs auch Material aus Raps, Sonnenblumen oder Soja. Sie alle wachsen wieder nach.

Besonders nachhaltig ist, wenn die Wachsreste gebrauchter Kerzen wiederverwendet werden. Am besten eignet sich dazu ein hitzebeständiger Behälter (z. B. eine geeignete Konservenbüchse, siehe Abbildung 1) und eine Pfanne mit heissem Wasser. Aus dem geschmolzenen Wachs und einem Docht lässt sich nun eine neue Kerze giessen. Die selbst gegossenen Stücke ergeben ausserdem ein tolles, umweltfreundliches Weihnachtsgeschenk.

Ausserdem: Kerzenrauch gilt als ähnlich gesundheitsschädlich wie jener von Tabak. Also Kerzen massvoll verwenden und danach gut durchlüften.

Fachkommission Umwelt und Landschaft

Bild von Kerzen
Bild von Kerzen

Cookie-Hinweis

Hinweis zur Verwendung von Cookies. Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unseren Datenschutzinformationen

Notwendige Cookies werden immer geladen