Umwelttipp: Frühlingsputz nach Grossmutterart

02.04.2020

Öffnen sich zaghaft die ersten Knospen, erwachen Frühlingsgefühle in uns. Doch diese bekommen meist einen Dämpfer, wenn der jährliche Grossputz angesagt ist. Dabei gilt: Wer die Umwelt im Blick hat, vermeidet grosses Geschütz und setzt auf Bewährtes.

Vielleicht gibt uns der Frühling gerade jetzt, in einer Zeit, in der das Corona-Virus unser Leben bestimmt, neue Hoffnung. Die Fenster öffnen, die warme Sonne geniessen, Balkon und Garten wieder neu entdecken – ist das nicht eine Chance, sich ein wenig abzulenken und am Frühling zu freuen? Könnte uns zum Beispiel der traditionelle Frühlingsputz auf andere Gedanken bringen?

Aber aufgepasst: In der Schweiz kaufen wir im Durchschnitt Haushaltsreinigungsmittel für 100 Franken pro Person und Jahr. Dies entspricht rund zwölf Litern Putzmittel, die dafür sorgen sollen, dass Möbel, Fenster, Böden, Küchengeräte, Bad und WC vor Sauberkeit glänzen. Zwölf Liter sind jedoch viel mehr als nötig. Grosse Mengen an Putzmitteln führen zwar zu viel Schaum und frischem Duft – aber sauberer wird es durch sie nicht. Oft reichen ein paar Spritzer für mehrere Liter Wasser. Ausserdem hat Sauberkeit keinen Geruch. Duftet ein geputzter Gegenstand oder eine Oberfläche nach Parfüm, bedeutet dies, dass noch Rückstände des Putzmittels darauf haften, die sich verflüchtigen und gesundheitsschädlich sein können.

Es braucht eigentlich nur drei Zutaten, um den Haushalt sauber zu halten: flüssige Schmierseife (sie löst Fett), Putzalkohol (er entfernt Flecken) sowie Putzessig oder Zitronensäure (sie lösen Kalk). Oft reichen sogar klares Wasser und ein Mikrofasertuch. Wer trotzdem nicht auf Putzmittel verzichten möchte, schaut das Etikett genau an: «biologisch abbaubar» muss darauf stehen.

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